Videos der Demo am 27.04.2019 in Friedberg

Sie haben vielleicht schon davon gehört: Es soll schon vorgekommen sein, dass Journalisten nicht ganz so umfassend berichten konnten, wie es ihnen ihre Berufsethik eigentlich abverlangen würde. Das übernehmen wir für die Armen gerne, indem wir hier die Videos aller Redner der AfD-Demo am 27.04.2019 in Friedberg dokumentieren. So können Sie, die Bürger, sich selbst ein Bild über die Demo, Inhalte und Auftreten der Redner machen.

Alle Videos als Playlist: https://www.youtube.com/watch?v=2_bJ64NWmcI&list=PLvHgEOMvOs3kZp58aXHX0IlTfig1gLFAK

Zunächst begrüßte Andreas Lichert, Kreissprecher der AfD-Wetterau und Landtagsabgeordneter, die Teilnehmer der Kundgebung. Besonders hervorzuheben war der Bus der alternativen Gewerkschaft „Zentrum Automobil“, der extra aus Stuttgart anreiste und von einem tollen Dudelsack-Spieler begleitet wurde. Nach einer Gedenkminute für die Opfer extremistischen Terrors in Sri Lanka und Neuseeland, machte Lichert nochmals in seiner Rede die Ablehnung der Islamisierung und Haltung der AfD in dieser Frage deutlich

Die jüngste Kampagne gegen Professorin Schröter wegen vermeintlichen „antimuslimischen Rassismus“ an der Frankfurter Uni zeigt, wie eng mittlerweile der Meinungskorridor geworden ist und wie völlig legitime Islamkritik mit dem Totschlagargument des Rassismus delegitimiert werden soll.

Obwohl ganz offensichtlich unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung durch ständige Rechts- und Vertragsbrüche von oben in Gefahr ist, wurde dennoch ganz bewusst das Thema Wirtschaft und Arbeitsplätze ins Zentrum dieser Kundgebung gerückt, da nur so das Phlegma des Bürgertums zu erklären ist. „Das wesentliche politische Organ des Bürgers ist das Portemonnaie. Solange sich der Bürger als Profiteur des status quo empfindet, ist ihm Politik reichlich egal und er lässt in eine Selbstentmündigung und immer weiteren Souveränitätstransfer locken.“, fasst Lichert die Relevanz wirtschaftlicher Fragestellungen zusammen. Anhand einiger markanter Beispiele unterstrich Lichert, dass es sich in den allermeisten Fällen jedoch um eine Wohlstandsillusion handelt, das „uns geht es doch gut“ eine sedierende Leerformel ist und sogar die EZB 2014 den Deutschen das geringste Medianvermögen in der Eurozone attestierte.

Christine Anderson, auf Platz 8 zur EU-Kandidatenliste gewählt und damit bestplatzierte Hessin, benannte in ihrer Rede konkret die ideologische Verblendung in Sachen EU. Es beginnt schon bei der unzulässigen Gleichsetzung von EU und Europa und endet noch lange nicht mit den unzähligen Vertragsverletzungen. Anderson machte klar, dass die AfD für ein Europa der Vaterländer und eine abendländische Wertegemeinschaft steht, aber die EU als undemokratisches, überbürokratisiertes Konstrukt in seiner jetzigen Form mit Entschiedenheit ablehnt. Die AfD will, dass die Souveränität und Selbstbestimmung der Länder erhalten bleibt, denn nur so kann auch die Wirtschaft florieren und Arbeitsplätze gesichert werden. Im Moment werden durch EU-Gesetze (NOx-Grenzwerte nur ein Beispiel) die Säulen des noch starken Wirtschaftsstandortes Deutschland immer weiter zerstört.

Die EU von heute stellt in Hinblick auf Demokratieprinzip, Grundrechte und vor allem Rechtsstaatlichkeit einen Rückschritt gegenüber den modernen Nationalstaaten dar und aus diesem Grund lehnt die AfD weiteren Souveränitätstransfer Richtung Brüssel ohne Volksabstimmungen ab.

Dass Deutschland die Melkkuh der EU ist und die „Südkurve“ von Frankreich angeführt bereits den Wunschzettel in Sachen Bankenunion, gemeinsame Einlagen- und Arbeitslosenversicherung abgeben hat, zeigt nur, was wir NACH der EU-Wahl erwarten müssen.

Oliver Hilburger, Vorsitzender der alternativen Gewerkschaft „Zentrum Automobil“, unterstrich die Bedeutung „echter“ Oppositionsparteien wie der AfD, die sich für die Belange der Bürger einsetzen. Sehr viele Arbeiter und Angestellte spüren, dass vieles aus dem Ruder läuft und die Altparteien sich weniger um ihre Interessen als um ideologische Hirngespinste kümmern. Besonders augenfällig ist das natürlich bei den „klassischen Gewerkschaften“, die das Siechtum der SPD und ihre ideologische Verblendung teilen.

Kein Wunder, dass die Alternative „Zentrum Automobil“ ebenso erfolgreich wächst und gedeiht, obwohl sie vom Establishment ähnlich angefeindet wird wie die AfD. Die Arbeitnehmer wollen und brauchen eine „Alternative Gewerkschaft“, die wirklich das Wohl des Menschen im Blick hat, eine Gewerkschaft wie „Zentrum Automobil“, die die jetzige Entwicklungen – gerade in der Automobilindustrie, einem der größten Arbeitgeber in Deutschland – anprangert. Irrwitzige, ideologische Grenzwerte aus der EU können hier den Autoverkehr und die Wirtschaft lahmlegen, das ist nicht zu akzeptieren.

Ab 12 Uhr führte der Demonstrationszug die Kaiserstraße entlang bis zur Burg und wieder zurück. Dort sollte eigentlich eine Pro-EU-Demo stattfinden, aber die Teilnehmer schienen weniger wetterfest zu sein als die AfD-Affinen. Die üblichen sogenannten „Antifaschisten“ zeigten ihr faschistisches Gesicht, aber die sehr professionell agierende Polizei hat die Lage jederzeit im Griff.

Nach dem Gang über die Kaiserstraße, zeigte der schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Hessischen Landtag, Heiko Scholz, auf woher „echte Fachkräfte“ kommen müssten und warum sie fehlen. Das bildungspolitische Versagen in Deutschland und Hessen ist eine gewaltige Belastung für die Individuen und die Gemeinschaft.

Horst Schmidt, Betriebsrat bei Opel in Rüsselsheim, stellte dar, dass der Niedergang Opels und vieler anderer Hersteller keineswegs nur hausgemacht oder Folge der jüngsten Grenzwertdebatten ist, sondern dass er sich in einen langjährigen Kreuzzug gegen die individuelle Mobilität einreiht.

Jens Mierdel, einer der beiden Landessprecher der Jungen Alternative Hessen (JA Hessen) hielt ein kurzes Grußwort in Namen der JA Hessen.


Am Ende rockte Heidi Mund aus Frankfurt, eine wertkonservative Aktivistin und bekennende Christin noch einmal die Standhaften, die trotz Regen und Kälte ausgeharrt hatten. In ihrer freien Rede prangerte auch sie vielfältige Fehlentwicklungen an und berichtete, wie schwer es heute einem Selbstständigem gemacht wird. Sie konnte aus eigener Erfahrung sprechen.

Das Schlusswort sprach Mike Moncsek, Europakandidat und Landesvorstandsmitglied in Sachsen. Er ist der Ansicht, wenn ein Land fällt dann rutschen die anderen nach. Sachsen liegt im Moment bei 26 % AfD Wählern.

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