Pressemitteilung: AfD Wetterau begrüßt „Juden in der AfD“

FRIEDBERG, 16.10.2018

Die AfD Wetterau begrüßt ausdrücklich die Gründung der Vereinigung „Juden in der AfD“. Kritik daran offenbart Stereotype und Vorurteile und sagt mehr über die Kritiker als über die Kritisierten.

Am Sonntag, den 7. Oktober, wurde in Wiesbaden-Erbenheim die Vereinigung der „Juden in der AfD“ gegründet. Drei Mitglieder des AfD-Kreisvorstands, etliche Parteimitglieder und Funktionäre sowie viele Journalisten aus dem In- und Ausland waren zugegen, um diesem Ereignis beizuwohnen. „Offensichtlich ist das Interesse enorm groß, da bei Vielen Scheuklappen verhindern, dass so etwas überhaupt vorstellbar ist. Entsprechend klischeebeladen und unterirdisch waren auch manche Journalistenfragen.“ so Kreissprecher Andreas Lichert.

„Die AfD Wetterau begrüßt diese Gründung ausdrücklich, da sie ein weiteres Zeichen der parteiinternen Ausdifferenzierung ist, wie es sie in jeder Volkspartei gibt und geben muss.“ so Lichert weiter. „Für das Establishment ist das natürlich ein schwerer Schlag, denn die vielgeschwungene Antisemitismus-Keule lässt sich dadurch kaum noch schwingen. Die Bürger werden das schnell verstehen – hoffentlich folgen bald auch Politik und Medien.“

Das absolute Tief markierte die Frage einer englischsprachigen Journalistin, was die Initiatoren denn auf den Vorwurf erwidern, sie seien „jüdische Nazis“. „Es ringt einem Bewunderung ab, dass Emanuel Krauskopf, der im Holocaust fast seine ganze Familie verlor, trotzdem gefasst darauf antwortete und diesen blanken Unsinn verurteilte.“ unterstreicht Cornelia Marel, stellvertretende Sprecherin der AfD Wetterau.

Andere Fragen der Journalisten waren darauf gerichtet, der Gründung den Charakter eines Wahlkampfmanövers zu geben. Allerdings machten die Teilnehmer der Pressekonferenz unmissverständlich klar, dass es sich eben nicht um eine von irgendjemandem „bestellte Gründung“ handelt, sondern sich diese ausschließlich dem basisdemokratischen Genotyp der AfD getreu von unten nach oben vollzog.

Eine weitere Frage illustrierte die Klischees, die auch und gerade in linksliberalen Kreisen offenbar über Juden existieren. Nach 2000 Jahre sei doch schließlich die Diaspora Teil der jüdischen Identität und daher sei es erklärungsbedürftig, wenn sich Juden in einer dezidiert migrationskritischen Partei engagierten. Dass es gerade Juden sind, die ganz offensichtlich unter der vor allem muslimischen Einwanderung zu leiden haben, kommt in diesem Weltbild nicht vor. Außerdem unterstrich erneut Emanuel Krauskopf, dass es etliche fundamentale Unterschiede zwischen muslimischer und jüdischer Zuwanderung beispielsweise aus der ehemaligen Sowjetunion gebe. So missionieren Juden nicht, zwingen niemandem ihre Regeln auf, fordern keine Privilegien und ihre Riten und Traditionen stellen keine Integrationshindernisse dar.

Wolfgang Fuhl, selbst ehemaliges Mitglied des Zentralrats der Juden, rekapitulierte die maßlose und jeden Anstand vermissenlassende Kritik an der Gründung auch seitens jüdischer Organisationen, wie etwa des Zentralrats der Juden. Die ungeteilte Zustimmung dieser Organisationen zu Merkels Migrationspolitik, obwohl diese eindeutig zulasten der Lebenssituation und Sicherheit vieler jüdischer Bürger geht, zeigt, dass sie eben nicht die Interessen der Juden in Deutschland in den Mittelpunkt stellen.

Wie recht Wolfgang Fuhl mit dieser Einschätzung hat, beweist der Präsident des Zentralrates, Dr. Josef Schuster, höchstselbst, indem er als Reaktion auf die bayerische Landtagswahl in einer Pressemitteilung und auf der Webseite verlauten lässt: „…Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die AfD in die Bedeutungslosigkeit zu versenken.“

Mit freundlichen Grüßen,

der Kreisvorstand der AfD Wetterau

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